Es gibt verschiedene Bahnkategorien. A-Bahnen veranstalten regelmäßig und halten im Regelfall Rennen mit höheren Preisgeldern ab.
Ein Fohlen, das von der Mutter getrennt worden ist, heißt Absatzfohlen oder Absetzer. Im Normalfall passiert das zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat.
Der Zuchtwert des Pferdes wird anhand der Leistungen seiner Vorfahren festgelegt. Es ist wahrscheinlicher, dass Nachkommen von zwei erfolgreichen Rennpferden bessere Leistungen abliefern als „Kinder“ erfolgloser Eltern.
Mit Abstand wird die Entfernung der Pferde zueinander im Ziel bezeichnet. Eine Pferdelänge entspricht etwa 2,40 m. N = Nase; kK = kurzer Kopf; K = Kopf; H = Hals 1/4, 1/2, 3/4 Länge, 1 Länge usw. Der Abstand von mehr als zehn Längen wurde früher „Weile" genannt.
Der Abwieger kontrolliert das Gewicht des Jockeys mitsamt Sattel vor und nach dem Rennen. Ein Fehlgewicht wird mit Bleiplatten egalisiert (s. auch: Zurückwiegen).
Abzeichen sind die unveränderlichen Kennzeichen eines Pferdes. Sie werden im Abstammungsnachweis (Fohlenschein) eingetragen und erleichtern die Identifizierung. Zudem werden den Pferden seit über einem Jahrzehnt im Geburtsjahr Mikrochips im Halsbereich eingesetzt, die eine Vertauschung oder Verwechslung verhindern sollen.
Art und Maß des Anhebens der Gliedmaßen eines Pferdes.
Im Rennsport werden am 1. Januar alle Pferde eines Jahrgangs ein Jahr älter – unabhängig davon, an welchem Tag sie genau geboren wurden.
Ein Fahrer bzw. ein Reiter, der nach erfolgreicher Prüfung an speziellen (Amateur-)Rennen teilnehmen darf. Demnach wird der Sport nicht gewerbsmäßig ausgeübt.
Rennen, in denen nur Amateure zugelassen sind. In Amateurrennen wird das Pferd von einem Hobbyjockey geritten bzw. Hobbyfahrer gesteuert, wobei man gerade bei Trabrennen nicht selten auf „ aficionados“ trifft, die an jedem Renntag im Sulky sitzen und mehr Fahrten und Siege verzeichnen können als viele „Vollprofis". Diese Fahrer erhalten kein Entgelt für die Fahrten, auch nicht im Falle eines Geldgewinns. Oft fahren Sie mit ihren eigenen Pferden. Besonders bei den Amateuren nehmen auch sehr viele Frauen teil, was bei den Profis eher die Ausnahme darstellt.
Eine Amazone ist eine Amateurreiterin bzw. Amateurfahrerin. Die weltweit erfolgreichste Amazone bei den Trabern ist Rita Drees mit über 2.300 Siegen. 2002 löste sie die zu den Profis gewechselte Bea Farber als beste Sulkysportlerin der Welt ab. Sie erlebt heute mit ihren 68 Lenzen ihren dritten Traber-Frühling: 2009 wurde Rita Drees zum 14. Mal Champion der Amateurfahrer. 1970 errang sie ihren ersten Titel und gewann die vom HVT bis 1978 offiziell geführte Amazonen-Wertung acht Mal. Nach 1978 galt es in der Championatswertung auch gegen die Herren der Schöpfung zu bestehen. Der griechischen Sage nach waren Amazonen ein Stamm kriegerischer Frauen. Ob Rita Drees, die graue Eminenz aller deutschen Amazonen, den Männern den Krieg erklärt hat? Auf jeden Fall hat(te) sie den Männern den Kampf angesagt. Selbst vor dem großen Profi Heinz Wewering hat das 1,62 Meter kleine Energiepaket keine Scheu: „Wenn ich ein besseres Pferd als Wewering hätte, könnte ich sogar ihn schlagen“, mutmaßt die gelernte Industrie-Kauffrau. Erste Sporen „verdient“ hat sie sich bei ihrem Onkel und Traber-Trainer Erich Speckmann in Everswinkel bei Münster. Dieser muss eine Gabe dafür gehabt haben, seine vortrefflichen Kenntnisse im Umgang mit Trabern weiterzugeben: Speckmann war nämlich auch der sportliche Ziehvater von Heinz Wewering, und zwar genau zu der Zeit, als Rita Drees am 21. Oktober 1965 mit Lord Brennan in Gelsenkirchen erstmals an einem Trabrennen teilnahm – und dieses gleich gewann. Münsterländer: Die als Tochter eines Gastwirt-Ehepaares in Münster geborene Rita fährt heute meist die von ihrem Bruder trainierten Pferde. Der erfolgreiche Eckhardt Drees besitzt einen Rennstall in Lüdinghausen bei Münster. Bis zum Ende ihrer Laufbahn im Jahr 2012 will die „Grande Dame des deutschen Trabrennsports“ (O-Ton Werner Hansch, ehemaliger Bahnsprecher und Sportreporter-Legende) die Traummarke von 2500 Siegen knacken. Als „mein sportliches Zuhause“ bezeichnet Drees die Rennbahn in Gelsenkirchen. Zu einer eventuellen Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2010, für die sie sich als Championatsgewinnerin qualifizierte, meinte die jetzige Gronau-Eperanerin (Epe bei Gronau ist knapp 50km nordwestlich von Münster gelegen): „Das ist etwas für die junge Generation. Ich war oft genug im Ausland unterwegs, auch bei Welt- und Europameisterschaften, und hatte sogar das Glück, mich in Paris, im Mekka des Trabrennsports, mit einem Außenseiter platzieren zu können.“ Ein besonderes „Bon(n)bon“: In Bonn wurde ihr bereits 1981 als erste Trabrennsportlerin mit dem Silbernen Lorbeerblatt die höchste staatliche Auszeichnung für Sportler verliehen. Ehre, wem Ehre gebührt!
Ein wichtiges Signal, um den Betrieb auf der Trabrennbahn während der Veranstaltung zu regeln –
ähnlich wie im Motorrennsport.
Rotes Licht = Parade in 5 Minuten
Gelbes Licht = Parade in drei Minuten
Gelbes Blinklicht = Parade in einer Minute
Grünes Licht = Start zur Parade
Grünes Licht aus = Start in einer Minute. Das Kommando „grün aus“ ertönt.
Wenn man am Renntag Traber mit einer schwarzen Zahl auf weiß-rotem Grund sieht, handelt es sich um ein sogenanntes „Arbeitspferd“. Arbeitspferde gehören nicht zu den Startern am Renntag, es sind meist junge Pferde, denen vor dem Karrierebeginn die Rennbahn „gezeigt“ wird. Aber auch ältere Pferde werden so unter Wettbewerbsbedingungen (wie z. B. Flutlicht) für kommende Aufgaben getestet.
Nur für zweijährige nicht qualifizierte inländische Traber gibt es die Möglichkeit eines Starts in einem Aufbaurennen. Bei Erreichen der Qualifikationsnorm (mindestens 1:25,0) ist das Pferd für den Rennbetrieb qualifiziert. Bei einer Kilometerzeit von 1:25,1 bis 1:30,0 erhält das Pferd eine Teilnahmeprämie in Höhe von 50 Euro, die nicht auf die Gewinnsumme angerechnet wird. Insgesamt darf ein zweijähriger Traber maximal drei Aufbaurennen absolvieren.
Ruhiger Galopp auf dem Weg zum Start eines Galopprennens. Die Pferde werden aufgewärmt, die Muskulatur lockert sich. Die Zuschauer können sich einen letzten „frischen“ und möglicherweise entscheidenden Eindruck von den Pferden machen.
Aufgewichtsrennen sind Galopprennen, in denen sich das vom Pferd zu tragende Gewicht nach dessen Alter, Geschlecht und den bisher erzielten Gewinnsummen richtet.
Der Aufzüchter übernimmt von einem Züchter Absetzer und Jährlinge zur weiteren Aufzucht.
Auch „Handicap" genannt. Für Trabrennen wird der Ausgleich durch Erlaubnisse oder Zulagen (= Verkürzung oder Verlängerung der Rennstrecke eines Pferdes), bei Galoppern durch Gewichtsverminderungen oder -belastungen gewährleistet. Basierend auf vorherigen Leistungen wird den guten Galoppern durch Zusatzgewichte das Rennen erschwert. Hierdurch bekommen auch die Schwächeren eine Chance. Der Tipp auf den Sieger wird kniffliger, ermöglicht aber oft hohe Gewinnquoten. In der Regel bedeutet ein Kilo Gewichtsunterschied auf 1.600 Meter eine Pferdelänge Vorsprung im Ziel
Je nach Leistungsstand des Galopp-Pferdes setzt der Ausgleicher die Gesamthöhe des zu tragenden Gewichtes fest. Er orientiert sich an der Form des Pferdes und dem Generalausgleich (s. auch GAG).
Das von den Galopp-Pferden zu tragende Gewicht wird von den Ausgleichern festgelegt. Beim
Ausgleichen nach Klassen soll vermieden werden, dass gute oder sehr gute Pferde gegen allzu
schwache Konkurrenten antreten. Schwächere Teilnehmer haben eine Siegmöglichkeit, da durch die
unterschiedlichen zu tragenden Gewichte zumindest theoretisch eine Chancenangleichung hergestellt
wird. Die Ausgleichsrennen (Handicaps) sind in verschiedene Klassen unterteilt.
In Flachrennen gibt es:
Ausgleich I – für die sehr gute
Ausgleich II – für die gute
Ausgleich III – für die durchschnittliche
Ausgleich IV – für die geringere Klasse.
In Hindernisrennen gibt es:
Ausgleich G – für die gute
Ausgleich M – für die mittlere
Ausgleich U – für die untere Klasse.
Im Ausland geborene Pferde.
In den Rennzeitungen stehen die Ausrechnungen unter den Starterlisten der einzelnen Galopprennen. Die Ausrechnung ist nicht für Ausgleichsrennen maßgebend, jedoch für alle anderen. Sie wird von Fachjournalisten erstellt und ist ein Indikator dafür, ob die einzelnen Pferde vom Gewicht her besonders chancenreich im Rennen stehen oder weniger. Nichtsdestotrotz sollte man sich nie nur auf die Ausrechnung verlassen! Die Leistungen der Pferde aus der letzten Vergangenheit sind auch ausschlaggebend.
In der Ausschreibung gibt der Rennverein vor, welche Pferde im jeweiligen Rennen startberechtigt sind. (Beispiel: nur Pferde, die bisher weniger als € 10.000,- Preisgeld gewonnen haben). Die Rennvereine können dadurch ausgeglichene Starterfelder zusammenstellen.
Mit diesem Ausdruck bezeichnet man Pferde, denen nur die wenigsten Experten nach der aktuellen Form im Rennen eine gute Leistung zutrauen. Außenseiter gehen daher meistens mit sehr hohen Quoten ins Rennen. Manchmal überraschen diese aber und gewinnen doch, so dass sie denjenigen Wettern, die dem „Underdog“ vertraut haben, einen warmen Geldregen bescheren.
|
|
Northfield Park (T) <5 Min. |
|
|
Charles Town (G) <9 Min. |
|
|
Balmoral Park (T) <10 Min. |
|
|
Pau (G) 10:45 |
|
|
Marseille-Borely (G) 12:30 |